Produkttest: b1 Blumenerde von toom

Es ist schon erstaunliche, was in den Plastikbeuteln vieler Anbieter steckt und als Blumenerde verkauft wird. Gerade bei der Blumenerde fällt mir auf, dass es für billig keine gute Qualität geben kann. Jüngstes Beispiel: Die Aktions-Blumenerde b1 besser sparen der zur REWE-Gruppe gehörenden Baumarktkette toom.

toomblumenerdeb1bessersparennah120Toom ist für mich nicht ansatzweise eine Bezugsquelle für Gartenartikel, vor allem nicht für Pflanzen. Da ich aber eh gerade im Baumarkt war und Kleineisen besorgen musste, stöberte ich auch in der Gartenabteilung herum. Also habe ich mir ein paar günstige Lavendel und – weil gerade eine Palette im Gang stand – einen Sack b1 besser sparen Blumenerde in den Einkaufswagen geschmissen. Der attrakive Aktionspreis von 1,99 Euro hatte mich spontan überrumpelt. Hätte ich aber mal lieber auf die wesentlich teurere COMPO Erde gesetzt!

Als ich zuhause den Sack aufschnitt sah ich sofort, dass diese Erde nicht ansatzweise meinem Anspruch an guter Erde erfüllen würde. Der Inhalt besteht eigentlich nur aus grob faserigem, halb vermodertem und feuchten Holz. Zudem waren einige daumendicke, fingergroße Holzstücke darin und einige Fetzen weißer Plastikfolie. Mit Ausnahme des Plastiks kann diese Mischung allenfalls zum Auffüllen im Freiland oder Garten genutzt werden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass darin eine vernünftige Verwurzelung stattfinden kann und eine ausreichende Wasserspeicherung und Nährstoffverfügung gewährleistet ist. Kleine Beet oder gar Gefäße sollten mit dem modrigen Häckselwerk besser nicht bestückt werden.

Also wieder etwas gelernt: Finger weg von Billigerde!